Historisches Gastspiel beim großen SC Borussia Fulda
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am Sonntag geht es im Spielbetrieb munter weiter, wenn die zweite Mannschaft und auch das Gruppenliga-Team unserer SGDK wieder im Einsatz sind und auf dem Platz um Punkte kämpfen. Es wartet unter anderem – und nicht weniger als das! – ein Duell mit dem historisch bekanntesten und sportlich erfolgreichsten Verein der Region Osthessen. Und ein großes Wiedersehen gleich noch dazu.

Um 13 Uhr ist am Sonntag erstmal Anpfiff in der B-Liga Hünfeld: Unsere Reserve ist nach rund zwei Wochen ohne Spiel wieder im Einsatz und gastiert bei der SG Nüsttal/Dammersbach II. Da die Tabelle aktuell noch sehr verzerrt ist – die einen haben sechs Spiele, die anderen erst drei – ist die Ausgangslage schwierig einzuschätzen. Auch unsere SGDK hat erst drei Spiele absolviert, steht mit vier Punkten aber im Mittelfeld und kann weiter nach oben klettern. Voraussetzung dafür sind drei Punkte in Nüsttal – und die sind ganz klar angepeilt! In der Vorsaison gab es zumindest gegen diesen Gegner zwei Kantersiege (8:0 und 7:1) für unsere Jungs, und das 8:0 sogar kurioserweise auch exakt am 13. September, damals im Rahmen unseres Oktoberfestes.
Die ganz große Bühne bekommt unsere erste Mannschaft dann am Sonntag ab 15 Uhr: Es wartet eines der großen Highlight-Spiele in dieser Gruppenliga-Saison. Unsere SGDK – wer hätte das jemals gedacht – bestreitet ein Punktspiel beim großen SC Borussia 04 Fulda!
Der Traditionsverein durchlebte in der jüngeren Vergangenheit turbulente Zeiten, wie jeder mitbekommen haben dürfte: Bis 2018 war der SCB in der Hessenliga unterwegs, belegte sportlich am Saisonende dort sogar Platz sieben und zog seine Mannschaft dann zurück, weil bekanntlich der etwas komplizierte Zusammenschluss mit dem TSV Lehnerz erfolgte. Die höherklassigen Spieler der Borussen wechselten nach Lehnerz und spielten fortan für die „SG Barockstadt“, Borussia Fulda baute sich in der Kreisliga wieder ein neues Team auf und konnte dort sogar weiterhin auf seine aktive Fanszene bauen, die bei jedem Spiel, in jedem Dorf, anwesend war. Sportlich gelang innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt ein beachtlicher Aufstieg: 2023 gelang die Rückkehr in die Kreisoberliga, und nun im Jahr 2026 der Aufstieg in die Gruppenliga Fulda. In der KOL war der Verein einmal für das Derby gegen Germania Fulda ins Stadion zurückgekehrt und spielte im Herbst 2025 vor 1400 Zuschauern, in der Regel trägt der SCB die Heimspiele aber am Rasenplatz in der Johannisau aus – am Fuße des Stadions, direkt neben den Tennisplätzen und dem Kabinentrakt.
Für zwei wird es ein ganz besonders Spiel: Unser Trainerduo Marko Karamatic und Pece Bosevski, das bis zum vergangenen Winter die Borussen coachte, kehrt erstmals an alte Wirkungsstätte zurück. Die Trainer, die den Verein in der KOL-Hinrunde trainiert hatten, und damit auch einen Anteil an der späteren Meisterschaft hatten, gingen in den Medien damit als „Doppel-Meister“ in die Annalen ein, denn auch in Dittlofrod gelang bekanntlich der große Wurf. Karamatic war sogar vor drei Jahren schon beim Aufstieg der Borussen in die Kreisoberliga verantwortlich und prägte Sätze wie „Über Borussia wird wieder gesprochen“ oder „Die Strahlkraft ist einzigartig“.
Nun erfährt unsere SG Dittlofrod/Körnbach am eigenen Leib, was es heißt, dem SC Borussia Fulda gegenüberzustehen. Mit seinen frenetischen Fans, die Rot und Schwarz leben. Mit seiner langen Historie, die vor allem durch die 1930er- und 90er-Jahre geprägt wurde, als der SCB auf nationaler Ebene Schlagzeilen machte und 1998 Dritter in der Regionalliga wurde. Und einer Geschichte, zu der Spieler wie Sebastian Kehl, Altin Lala Olivier Djappa, Cesar Thier oder Henry Lesser gehören.
Ganz demütig fährt unsere SGDK am Sonntag in die Johannisau – und jeder, der den Fußball liebt, sollte mitkommen und sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen! Wir werden dieses Spiel genießen, aber nicht außer Acht lassen, dass es hier um nicht weniger und nicht mehr als drei Punkte für den Gruppenliga-Klassenerhalt geht. Für uns, aber auch für die Borussen. Wer hätte das jemals gedacht? …

