Rassiges Derby: Hinten im Glück, vorne in Torlaune
Was für ein Derby: Im Duell unserer SGDK beim SV Wölf hätten schon in Hälfte eins fünf, sechs Tore fallen können. Das holten beide Teams dann nach, vor allem unsere Jungs, und feierten am Ende einen 6:2 (1:0)-Sieg in der Ringberg-Arena, der dann doch ein, zwei Tore zu hoch ausfiel.

So ehrlich musste man sein: Zwei Tore hatte sich Wölf in diesem Spiel verdient – mindestens. Sie fielen allerdings erst, als das Derby schon so gut wie entschieden war. Und zwar dank einem Sturmlauf unserer SGDK nach dem Seitenwechsel: Ein eigener Einwurf flog dem SVW um die Ohren, Levin Baumgart bediente Leo Käsmann, der auf 2:0 stellte. Nur eine Minute später traf Levin selbst flach zum 3:0, und auch das vierte fiel zeitnah, hier half Wölf dann gütig mit.
Doch so deutlich, wie es nach einer guten Stunde wurde, sah es anfangs gar nicht aus. Eher war die Führung, die Jonas Strube nach starkem Dribbling in den Strafraum kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielt hatte, höchst schmeichelhaft. In einer wilden und windigen ersten Hälfte ging es hin und her, es war ein Spiel ohne Mittelfeld. Unsere Jungs versiebten unter anderem durch Leo Käsmann (25.) gute Gelegenheiten, die besseren Chancen hatte aber Wölf: Marko Curic prüfte Cedric Hohmann schon nach fünf Minuten, unser Keeper musste dann nach einem zu kurzen Rückpass nochmal in höchster Not klären und stürmte raus, danach setzte Vedat Sadiki den Lupfer neben das leere Tor (31.). Der SVW spielte sich in einen Rausch, nur das Tor schien wie vernagelt: Spielertrainer Marko Madzar zielte drüber (33.), Felix Matthaeis Kopfball ging knapp daneben (34.). Das Ganze war massiver Wölfer Chancenwucher – spätestens als Jonas Dzinic auf der Linie klären (38.) und auch das Aluminium nochmal mithelfen musste (39.)… Es wird deutlich: Das 1:0 für unsere SGDK fiel dann doch etwas überraschend, trotz eigener guter Torchancen zuvor.
Mit diesem Treffer bekam der SVW aber einen Knacks verpasst: Noch in der Nachspielzeit von Hälfte eins war das zu sehen, und erst recht nach dem Seitenwechsel. Mit dem 4:0 im Rücken spielte es sich natürlich leichter, wenngleich Wölf nochmal herankam. Der Spielfluss ging mit vielen Wechseln und Fouls etwas verloren, es blieb aber wild. In einer kurzen Phase bäumte sich der Gastgeber nochmal auf, Cedric Hohmann zeigte wieder einmal tolle Paraden, vorne legte Marlon Weitz dann das 5:1 nach. Doch damit nicht genug: Madzar durfte nochmal per Elfmeter treffen, der Schlusspunkt gehörte dann Leopold Hornung, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung den 6:2-Endstand erzielte und seinen „Hörnchen“-Jubel rausholen durfte.
Auch die Tabelle kann sich sehen lassen: Durch die 0:1-Niederlage von Großentaft im Aufsteigerduell bei der SG Praforst schob sich unsere SGDK auf Platz eins vor!
SV Wölf: Jesaja Spies; Julius Herber (C), Alexander Kraus, Christopher Bock, Jan Göllmann, Marko Curic, Felix Matthaei, Vedat Sadiki, Niklas Schwalbach, Fabio Witzel, Marko Madzar (Jan-Luca Hahner, Bastian Wiegand, Samir Bachmann, Maxim Reinhard).
SGDK: Cedric Hohmann; Lasse Mohr, Jonas Hofmann (77. Marius Biel), Levin Baumgart (C), Constantin Pabst, Leonhard Käsmann (81. Leopold Hornung), Marlon Weitz, Jonas Strube (68. Kevin Pachowski), Luca Abel, Jonas Dzinic (70. Sebastian Trost), Ben Hilpert (86. Jonas Strube).
Tore: 0:1 Jonas Strube (44.), 0:2 Leonhard Käsmann (55.), 0:3 Levin Baumgart (56.), 0:4 Marlon Weitz (61.), 1:4 Niklas Schwalbach (64.), 1:5 Marlon Weitz (84.), 2:5 Marko Madzar (87., Foulelfmeter), 2:6 Leopold Hornung (90.)
Zuschauer: 220

Die weiteren Ergebnisse:
Hünfeld II – Wölf 5:1
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Philippsthal 2:2
Haunetal – Bebra 2:2
Eiterfeld/Leimbach II – Gudegrund 7:2
Weiterode – Steinbach II 5:4
Hohe Luft – Jossatal 0:3 (Wertung)
Rotenburg/Lispenhausen – Praforst 2:1
Steinbach II – Hohe Luft 3:0 (Wertung)
Philippsthal – Jossatal 2:1
Gudegrund – Friedewald/Ausbach 4:1
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Haunetal 1:4
Eiterfeld/Leimbach II – Hünfeld II 3:1
Praforst – Großentaft 1:0
Tabelle:
| Platz | Mannschaft | Spiele | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1. | SG Dittlofrod/Körnbach | 8 | 34:14 | 18 |
| 2. | Blau-Weiß Großentaft | 8 | 21:8 | 16 |
| 3. | SG Eiterfeld/Leimbach II | 8 | 27:15 | 15 |
| 4. | SG Rotenburg/Lispenhausen | 8 | 14:10 | 15 |
| 5. | FSG Bebra | 8 | 26:18 | 14 |
| 6. | ESV Weiterode | 7 | 19:20 | 13 |
| 7. | VfL Philippsthal | 9 | 16:20 | 13 |
| 8. | FSG Jossatal | 8 | 15:17 | 11 |
| 9. | SV Wölf | 8 | 14:17 | 10 |
| 10. | SG Praforst | 7 | 10:17 | 10 |
| 11. | Hünfelder SV II | 7 | 9:9 | 8 |
| 12. | SV Steinbach II | 7 | 13:14 | 8 |
| 13. | SG Haunetal | 7 | 10:12 | 7 |
| 14. | SG Gudegrund | 8 | 14:28 | 7 |
| 15. | SG Friedewald/Ausbach | 6 | 6:17 | 4 |
| 16. | FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen | 6 | 12:19 | 3 |
| 17. | 6 | 0:0 | 0 |
