KOL Nord 2025/26: Neue Regeln, neue Gegner, mehr Mannschaften
Die neue Saison steht bevor, und das heißt für uns: Rundumschlag: Wir werfen einen genauen Blick auf die Kreisoberliga Nord 2025/26 sowie alle Gegner unserer SG Dittlofrod/Körnbach und zählen Fakten, Derbys und Kurioses auf! Natürlich hätten wir uns gerne in der Relegation „nach oben“ verabschiedet, nun aber blicken wir voller Vorfreude auf die sage und schreibe 20. Saison in Folge auf Kreisoberliga-Ebene!

Zunächst die, die nicht mehr mit dabei sind: Die SG Niederaula/Kerspenhausen hat es nach mehreren Anläufen geschafft und ist als Meister in die Gruppenliga aufgestiegen. Verdienter ging es kaum: Niederaula gewann nicht nur beide Vergleiche mit unserer SGDK, sondern holte aus 30 Spielen 25 Siege und fünf Remis. Niederlagen? Kennt das Team von Ernest Veapi nicht mehr, das dazu auch noch Kreismeister in der Halle und Pokalsieger auf dem Rasen wurde.
Den bitteren Gang in die A-Liga mussten derweil drei Teams antreten: Die SG Michelsrombach/Rudolphshan stieg sang- und klanglos mit acht Punkten Rückstand auf Platz 15 und 16 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ab und hat sich für die anstehende Saison sogar gleich in die B-Liga zurückgezogen, um komplett bei Null wieder anzufangen. Damit trifft „Miroba“ in der neuen Runde auf die Reserve unserer SGDK. Als Vorletzter hat sich die SG Cornberg/Rockensüß/Königswald nach nur einem Jahr wieder in die A-Liga verabschiedet. Deren bisheriger Spielertrainer Manuel Toro Moreno, der uns in Dittlofrod drei Eier reingelegt hatte, spielt mittlerweile für Weiterode und kreuzt damit unseren Weg auch in der neuen Saison. Dritter Absteiger war der SV Rot-Weiß Burghaun, der den Umweg über die Relegation gehen musste, dort aber hinter Großentaft landete und dann auf uns hoffen musste: Mit einem Aufstieg unserer SGDK wäre Burghaun gerettet gewesen – das klappte bekanntlich (leider) nicht.
Auch die eine oder andere Regeländerung soll hier erwähnt werden: Das Pilotprojekt der „Zeitstrafe“ ist ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Damit sind Zehn-Minuten-Strafen Geschichte, und es gibt wieder Gelb-Rote-Karten auf Kreisebene, die dann auch ein Spiel Sperre nach sich ziehen. Außerdem hat sich in Sachen Spielerwechsel eine Änderung ergeben; jede Mannschaft hat nun pro Spiel fünf Wechselfenster und darf theoretisch damit 16 Spieler einsetzen. Bereits ausgewechselte Spieler dürften auch weiterhin wieder eingewechselt werden, allerdings geht damit ein Wechselfenster als Option verloren. Und auch die neue Torwart-Regel hält Einzug in der KOL, nach der ein Torhüter den Ball nur noch acht Sekunden kontrolliert festhalten darf, ehe ein Eckball für den Gegner droht. Das wird spannend!
Unsere Gegner in der Kreisoberliga Nord 2025/26:
FSG Bebra
In der Saison 2023/24 war die FSG Bebra das Maß der Dinge, alle in Dittlofrod dürften sich noch an das spektakuläre 5:5 auf der Biberkampfbahn damals erinnern. Nach dem Aufstieg in die Gruppenliga ist die FSG nun wieder zurück, musste mit gerade einmal 18 Punkten aus 30 Spielen wieder absteigen und startet nun den nächsten Angriff. Personell hat sich offenbar einiges getan in Bebra, allen voran ist der Trainer neu: Maik Leidorf, der bei der SG Gudegrund jahrelang starke Arbeit leistete, folgte nach der Ära von Andelko Urosevic und will der FSG als Spielertrainer seinen Stempel aufdrücken. Viele Namen aus der damals starken KOL-Mannschaft der Bebraer sind auch noch mit dabei, womit das Team insgesamt einer der heißesten Anwärter auf den Titel sein dürfte. Dazu kehrte Torjäger Darian Jung vom SV Steinbach wieder zurück an die Biberkampfbahn. Auch den Kreispokal Hersfeld/Rotenburg mischte die FSG während der Vorbereitung schon auf, und schlug unter anderem zuletzt Titelverteidiger Niederaula/Kerspenhausen im Halbfinale.

SG Friedewald/Ausbach
In der vergangenen Saison war die SG Friedewald/Ausbach der erste Verfolger unserer SGDK. Beim direkten Duell in Friedewald, das wir in der heißen Phase der Saison gewinnen konnten, war der Kampf um den Relegationsplatz noch völlig offen, am Ende hatte die SGFA dann doch 14 Punkte Rückstand auf Platz zwei. Dennoch dürfte das Team wieder ein Anwärter für die vorderen Tabellenplätze sein, zumal die Trainer Dominik Schütrumpf und Tim Emmerich frühzeitig verlängert hatten und ihre erfolgreiche Arbeit weiterführen wollen. Für Torgefahr sorgen will weiter Leon Langhans, der in der Saison 2024/25 starke 23 Treffer verbuchte.

FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen
Einer von ganz vielen Gegnern aus dem Altkreis Hünfeld: Die FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen hatte es 2022 von der KOL Mitte in den Norden verschlagen, und seitdem hat sich die Mannschaft tabellarisch kontinuierlich verbessert. Zwar wollte die FSG davon in der vergangenen Saison nichts hören, doch Platz vier in der Abschlusstabelle bestätigte im Endeffekt nur den Trend. Geht es in der neuen Saison noch weiter nach oben? Zumindest steht mit Thomas Reith der erfahrene Coach weiter auf der Kommandobrücke.

SV Wölf
Es geht in die Marktgemeinde Eiterfeld: Der SV Wölf war im vergangenen Sommer nach langer Abstinenz in die Kreisoberliga zurückgekehrt und hatte am Ende als Tabellenfünfter – fast erwartungsgemäß – gar nichts mit dem Abstiegskampf zu tun. Das lag vor allem an KOL-Torschützenkönig Marko Curic (28 Saisontore) und Trainer Marko Madzar (14), die die Wölfe auch in diesem Jahr ihres 100-jährigen Vereinsjubiläums anführen. Dazu konnte mi Fabio Witzel aus Eiterfeld ein Königstransfer präsentiert werden – mit dem SVW ist also in den Top Fünf wohl wieder zu rechnen.

FSV Hohe Luft
Neu aufgestellt hat sich hingegen der FSV Hohe Luft: Die Hersfelder kommen mit einigen Neuzugängen daher, bekanntester Name in Dittlofrod ist unser Ex-Trainer Alin Cotan, der den Posten des Cheftrainers bei den Hersfeldern übernommen hat. Die Mannschaft will ebenfalls wieder oben angreifen: Nach dem Abenteuer in der Gruppenliga wurde Hohe Luft 2024 Achter, in der abgelaufenen Saison wurde es Platz sechs und auch in der neuen Spielzeit muss man wieder mit (offensiv)starken Hersfeldern rechnen. Angeführt von Top-Torjäger Pasqual Belosicky (23 Treffer in 24/25).

SV Steinbach II
Einer der Angstgegner der SGDK, gegen den sich niemand so richtig an ein gutes Spiel unserer Mannschaft erinnern kann: Auch der SV Steinbach II mischt natürlich wieder in der KOL Nord mit und gilt wie jedes Jahr als Wundertüte. Alles scheint möglich – nach oben wie nach unten. Oder: Vorne hui, hinten pfui. So war es zumindest in der Vergangenheit oft. Während die erste Mannschaft des SVS nach vielen Jahren in der Hessenliga wieder in die Verbandsliga absteigen musste, dürfte die Reserve hier und da auch wieder abhängig sein vom Kader der ersten Mannschaft – oder könnte davon profitieren. Als Trainer der Steinbacher Zweitvertretung steht weiterhin Sascha Schleinig auf dem Platz.

SG Rotenburg/Lispenhausen
Stark angefangen, ganz stark nachgelassen, ein Trainerwechsel – und wieder gefangen. Die vergangene Saison war für die SG Rotenburg/Lispenhausen nach dem Aufstieg in die KOL Nord eine Achterbahnfahrt. Letztlich schaffte das Team aber souverän den Klassenerhalt und preschte mit einem starken Endspurt unter Coach Michael Mietzner sogar in die obere Tabellenhälfte vor. Ob die SGRL diesen Rang halten kann in einer starken Kreisoberliga 2025/26? Zumindest wurde der Kader ordentlich verbreitert, unter anderem ist Aarne Detlefsen (ESV Ronshausen) zurück, der bereits früher für Rotenburg kickte.

FSG Jossatal
Auch die FSG Jossatal hat es – fast schon wie gewohnt – geschafft, die Klasse zu halten. Zwischenzeitlich sah es nicht unbedingt danach aus, am Saisonende führte unser Ex-Coach Adam Veapi seinen Heimatverein dank einer boclstarken Restrunde noch auf Rang neun. Nun endete die Ära und die FSG präsentierte mit Dennis Schneider und Tobias Hartung ein neues Trainerduo, das die Spielgemeinschaft aus Niederjossa, Breitenbach und Hattenbach weiter in der Kreisoberliga halten soll. Ein Spiel aus der vergangenen Saison müssen wir hier natürlich auch nochmal hervorheben: Das 10:2 unserer SGDK Ende September 2024 in Niederjossa. Ein Rekordergebnis, das es in der neuen Saison wohl nicht geben wird…

SG Haunetal
Zurück in den Altkreis Hünfeld und zum nächsten Derby-Gegner: Die SG Haunetal gehörte zu den besten Rückrundenmannschaften der vergangenen Saison und verdiente sich den Klassenerhalt. Trainer Marcel Cean gilt indes als Phänomen: Der Rumäne ist mittlerweile 60, schnürte in der abgelaufenen Runde aber in guter Regelmäßigkeit noch seine Schuhe, auch in der Kreisoberliga. Der frühere U17-Nationalspieler seines Heimatlandes gibt die Energie an seine Mannschaft weiter, und wir wissen, dass wir auch in der neuen Saison heiße Duelle gegen die SGH zu erwarten haben. Auch hier erinnern wir uns gerne an die vergangene Spielzeit zurück, genauer gesagt ans Eröffnungsspiel – ein 7:2-Heimsieg.

SG Eiterfeld/Leimbach II
Derbys? Gibt es genug! Die SG Eiterfeld/Leimbach II war im vergangenen Jahr aufgestiegen und musste lange zittern, nachdem die Hinrunde eigentlich vielversprechend lief. Ab Winter ging es aber bergab, am Ende waren es fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. Das ist Schnee von gestern, für die neue Saison hat sich die SGEL sicher wieder einiges vorgenommen. Die Coaches sind zumindest erfahren: Nachdem Benny Wolf nun die Frauen aus Eiterfeld trainiert, sind Patrick Faust und David Fladung (zuletzt SV Steinbach) für die zweite Mannschaft verantwortlich.

ESV Weiterode
Ganz ungewohnt war das Bild, das die Eisenbahner in der Saison 2024/25 abgegeben hatten: Den ESV Weiterode kannte man die Jahre zuvor nur als Top-Fünf-Team, zuletzt ging der Blick nach unten. Das Team befand sich allerdings in einem Umbruchs-Jahr und hatte mit Martin Köthe auch einen neuen Trainer installiert, der nun in seine zweite Spielzeit in Weiterode geht und den Verein nach vorne bringen will – unter anderem auch mit Neuzugang Manuel Toro Moreno (Cornberg). Dass die Tabelle manchmal nichts heißt, zeigte das Duell im April ganz deutlich: Unsere SGDK verlor nach einer der schlechtesten Saisonleistungen mit dem Standard-Ergebnis von 0:1 beim ESV.

SG Gudegrund
Neues aus Alheim: Das Nordlicht der KOL Nord musste auf den Abgang von Maik Leidorf reagieren und hatte mit Dirk Schweitzer und Julian Flügel gleich ein neues Duo auf den Trainerpositionen vorgestellt. Unter der neuen Führung will sich die SGG nun wieder nach oben arbeiten, in der abgelaufenen Saison wurde es im Abstiegskampf zwischenzeitlich nochmal richtig eng.

Hünfelder SV II
Willkommen in der Kreisoberliga Nord: Den Hünfelder SV II traf die geographische Neuausrichtung der Region Fulda und ihrer Amateurligen, sodass der HSV nun als dritte Reservemannschaft im Norden mitmischt. Jahrelang waren die Hünfelder in der KOL Mitte beheimatet, immer wieder abhängig vom Personal der ersten Mannschaft, doch standen Jahr für Jahr solide im Tabellenmittelfeld. Der frühere Hessenliga-Spieler des HSV, Niclas Rehm, coacht die Reserve seit einigen Jahren. Schon in 2024 stand eine Umgruppierung im Raum, nun war es soweit – und damit spielt die Kreisoberliga Nord für ein Jahr mit 17 Mannschaften, was auch dafür sorgt, dass es ausnahmsweise drei direkte Absteiger am Saisonende geben wird.

SG Praforst
Nochmal – Willkommen in der Kreisoberliga Nord! Die SG Praforst spielte nahezu eine Fabel-Saison in der A-Liga Hünfeld/Hersfeld und verdiente sich den Aufstieg wie kaum eine andere Mannschaft in den vergangenen Jahren. Das Team aus Sargenzell und Rückers unter Trainer Steffen König ist stark einzuschätzen und könnte die Underdog-Rolle in der KOL schnell ablegen. Wir sind gespannt und freuen uns auf ein weiteres Altkreis-Duell!

VfL Philippsthal
Willkommen zurück, VfL Philippsthal: 2022 war der VfL aus der KOL Nord abgestiegen und kämpfte seither um die Rückkehr. Das gelang nun drei Jahre später, nachdem sich Philippsthal im Dreikampf an der Spitze der A-Liga Hersfeld/Rotenburg gegen die SG Werratal und Heinebach/Osterbach durchgesetzt hatte. Nur ein Spiel verlor das Team in der gesamten Saison und war in seiner Klasse damit ähnlich dominant wie die SG Praforst. Der Coach ist ebenfalls ein alter Bekannter: Markus Ruppel, noch als Trainer der FSG Hohenroda bekannt, wird den VfL sicherlich bestens auf die Kreisoberliga vorbereiten.

SV Blau-Weiß Großentaft
Last, but not least: Die SV Blau-Weiß Großentaft ist zurück in der Kreisoberliga, erstmals seit 2009! In der Relegation setzten sich die Blau-Weißen erwartungsgemäß gegen Werratal und den SV Burghaun durch, der damit absteigen musste. In den letzten Jahren gehörte „Doft“ nur zum grauen Mittelfeld der A-Liga, das änderte sich dann aber in den vergangenen Monaten, als die erste Mannschaft ordentlich Erfahrung bekam: Spielertrainer Patrick Lesser kam im Sommer 2024 aus Niederaula, dazu lotste er noch Kumpels aus dem Raum Fulda wie Radomir Vlk, Friedrich Walt oder Cino Schwab nach Großentaft – alle sind über 30, bringen aber insgesamt weit über 500 Spiele Erfahrung in der Hessenliga und Verbandsliga mit. Bestückt ist das Team außerdem mit Talenten aus den eigenen Reihen, und bekanntlich kehrte auch Tobias Witzel von unserer SGDK wieder zurück an die Jahnsportstätte. Der Coup: Auch der früher höherklassige Fußballer und heutige MMA-Star in der Kampfsportszene, Christian Eckerlin, soll seinen Spielerpass in Großentaft liegen haben. Zum Einsatz kam er noch nicht. Alles in allem liefert der Aufsteiger auf dem Papier aber ein echtes Pfund, sodass ein Klassenerhalt im ersten Anlauf nicht unwahrscheinlich sein dürfte.

