Nachspielzeit – Relegations-Finale 24/25

Ein letzter Blick zurück: In unserer Nachspielzeit wollen wir uns noch einmal den Pfingstmontag in Erinnerung rufen – einen Tag, der in Erinnerung bleibt. Den Jungs auf dem Feld, den Fans daneben, und wohl auch allen, die nichts mit unserer SGDK zu tun haben!
Eine richtig intensive Woche mit den beiden Relegations-Halbfinalspielen gegen Lütter, die Kraft gekostet hatten, endete also mit diesem absoluten Highlight: Das Endspiel gegen den FSV Thalau um den Aufstieg in die Gruppenliga. So ehrlich musste man sein: Die 1:0-Führung zur Pause war bereits schmeichelhaft, das 2:3 am Ende wohl gerecht. Dennoch war in diesem Spiel alles drin, was sich ein Fußballfan wünscht: Tore, Emotionen, Wendungen. 2300 Zuschauer beobachtete das Spektakel auf der Rhönkampfbahn des Hünfelder SV, dem wir den Dank für den reibungslosen Ablauf und ein tolles, top organisiertes Ereignis gern zurückgeben! Die Zahl übertraf übrigens auch bei Weitem die Zuschauerzahlen der vergangenen Jahre: Das Gruppenliga-Relegations-Finale Sickels gegen Horas sahen 2023 am Platz von FT Fulda 1800 Menschen, im vergangenen Jahr bei Sickels gegen Kerzell waren in Bronnzell nur einige wenige mehr dabei.
Es war der Gipfel dieser Relegations-Tage unserer SGDK. Tage, die in die Vereinsgeschichte eingehen werden, und die es in 63 Jahren in den Annalen noch nicht gab. Nach dem Triumph im Heimspiel gegen Lütter wurde binnen drei Tagen – und das noch über die Pfingstfeiertage – alles in Bewegung gesetzt, damit unsere Farben auch im Finale stark vertreten sind: Der Bus war bereits am Donnerstagabend nach dem Abpfiff gegen Lütter organisiert, die ersten Anmeldungen gingen ein. In ganz Dittlofrod und Körnbach wurde Werbung gemacht, sodass am Pfingstmontag – nach dem morgendlichen Gottesdienst an den „Drei Linden“ – ab mittags kaum noch jemand zuhause war. Weltklasse war auch wieder die Stimmung im Bus und unser Fahrer, der jeden Spaß mitmachte, mehrere Extrarunden drehte. Selbst auf dem Heimweg nach dem verlorenen Finale war die Laune nicht getrübt – unsere Fans feierten sich und die Mannschaft – und das alles hochverdient nach diesen historischen Tagen!
In Hünfeld gab es dann hohen Besuch für ein Fußballspiel: Nachdem Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke am vergangenen Donnerstag nicht bei unserem Heimspiel Zaungast sein konnte, ließ sie sich das Finale nicht entgehen. Ebenfalls vor Ort war der Ebersburger Rathauschef Benjamin Reinhart, der natürlich dem FSV Thalau die Daumen drückte. Lobenswert!
Lobenswert ist auch die Bilanz, mit der der FSV Thalau nun aufsteigen durfte: In 30 Saisonspielen in der Kreisoberliga Süd hatten die Vorderrhöner nur ein einziges Mal verloren, und das mit 2:3 gegen Meister FSG Vogelsberg. Die zweite Niederlage im ganzen Jahr kassierte Thalau im Relegations-Hinspiel gegen FT Fulda – ebenfalls knapp und unglücklich mit 0:1 – und drehte den Rückstand im Rückspiel dann nervenstark sogar nach frühem Gegentor souverän um. Mit Relegation erzielte Thalau 112 Tore in 33 Spielen, und das trotz einiger verletzter Leistungsträger über die gesamte Saison hinweg. Die Relegation brachte damit einen verdienten Sieger hervor, dem wir nochmal ganz herzlich gratulieren! (Mit diesem Sieg und unserer Niederlage musste dann auch Rot-Weiß Burghaun aus der KOL in die A-Liga absteigen, neu in der Kreisoberliga Nord dabei ist hingegen Blau-Weiß Großentaft nach gewonnener Relegation!).
Gefreut haben wir uns aber genauso über das Lob von Gegner und Presse – auch wenn das die große Enttäuschung immer noch nicht gänzlich vertreiben kann: FSV-Trainer Uwe Bleuel beispielsweise suchte nach den Feierlichkeiten den Weg zu unseren Fans, sprach von einem geilen Erlebnis auch als gegnerischer Coach und tolle Atmosphäre durch beide Fanlager. Thalaus Kapitän Florian Storch nahm sich direkt nach dem Abpfiff sogar einige Momente, um unsere Jungs aufzurichten. Sportsgeist in der Stunde des Erfolgs!
Alles in allem schloss sich damit ein großes Kapitel unserer Vereinsgeschichte – leider nicht mit dem Ergebnis, was wir uns erhofft hatten. Aber mit einem Gefühl, dass niemand mehr vergessen wird. Die SG Dittlofrod/Körnbach ist mehr denn je auf dem Radar. Nicht nur in Lütter, oder in Thalau. Sondern in ganz Fußball-Osthessen. Und wir greifen wieder an. Versprochen!
